Ernst
Haefliger wurde 1919 in Davos, Schweiz geboren und war einer der
legendären Oratorien- und Liedsänger des 20. Jahrhunderts.
Seine Interpretationen des Evangelisten in den Bach Passionen,
besonders in den denkwürdigen Aufführungen des
Münchner Bachchors unter Karl Richter, gelten als
exemplarisch.
Als Opernsänger war er in den Jahren
1952-1972 als erster lyrischer Tenor an der Deutschen Oper
Berlin tätig. Dort sang er sowohl alle Mozart-Partien
als auch den Hans in Smetanas „Verkaufte Braut“ und
bleibt unvergesslich als Pfitzners „Palestrina“.
Unter der Leitung von Ferenc Friczay hat Haefliger bei „Deutsche
Grammophon“ zahlreiche Mozartopern und Beethovens „Fidelio“ eingespielt und
unter der Leitung von Bruno Walter Mahlers „Das Lied
von der Erde“ bei Columbia Records. Seine Liedaufnahmen
bei „Deutsche Grammophon“ und „Claves
Records“ sind Zeitzeugnisse und vielfach ausgezeichnet.
Während seiner ganzen Karriere war Ernst Haefliger regelmässiger Gast großer
Festspiele wie z.B. in Salzburg, Glyndebourne oder Luzern.
Ernst Haefliger, ausgebildet wie Suzanne Danco und Jussi
Björling bei dem
italienischen Tenor Fernando Carpi, war viele Jahre Professor für Gesang
an der Musikhochschule in München. Nach seiner Emeritierung vermittelte er in zahlreichen Meisterkursen seine Belcanto-Technik vielen Studenten. Beim Schott-Verlag Mainz
ist sein Buch „Die Singstimme“ in fünfter, überarbeiteter
Auflage erschienen.
Ernst Haefliger ist am 18. März 2007 verstorben.
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